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Thursday, May 19, 2016

Das alte Lied


Das alte Lied


Zärtlichkeit und Güte
Grossmut auch für den Fall
Verständnis für mein Wesen
Und Liebe und Frieden überall

Du fragst, was mein Herz begehrt
Welche so Vorstellungen mich lenken
Ich möchte anstatt Perlen vor die Säue
Doch einmal mein Herz verschenken

Aber Menschen wollen „gemacht“
Und nicht wirklich ein ewig Werden
Sie begehren nicht das einfache Sein
Ohne profane und eitle Gebärden

Verabscheue ich diese Hülle
Bin ich ein Liebhaber gemein
Das Eine kann meist nicht
Ohne das Andere sein

Trotzdem bin ich ja hier
Und war ja auch immer da
Wer immer auch der Geist
In meinem Leben war

Ein Phantom und ein Fliehen
Ein Gehen ohne Ziel und Reim
Kein wirkliches „Inter Esse“
In meiner Seele, nein

Ein mürbes, wenn auch bezauberndes
Realistisches „dejavu“ ohne jeder Gleichen
Kaum zu erinnern, zu schön um wahr zu sein
Und schon gar nicht zu begreifen oder greifen

Gleite meinetwegen doch dahin, von mir aus
Im Strome deines und „Meister“ gleichen
Um vorgefertigte konventionelle Ziele
In einer Welt per se zu erreichen

Gibt es mir den Rest auf der berühmten Spitze
Das Wasser quilt und steht mir bis zum Hals
Die Tränen mästen den unsichbaren Pegel
Es geht nur noch nach oben, allenfalls

Leider glaube ich nicht, ich kann fliegen
Und ich sehe weit und breit kein Land
Kein Rettungsreifen, kein Dampfer
Eine Platte, ja, nur ohne Rand

Gott gib mir doch Flügel
Ein Wunder vor dem Herrn
Gib mir ein neues reizendes Lied
Etwas wahrhaft Divines, einen Stern

Meine Traurigkeit die ist unermesslich
Meiner Wunde Schmerz erscheint so leer
Das Leben ist angeblich doch nur Eins
Aber ich bin unheimlich viel mehr

Ein Meer voll von Scherben
Ein Patchwork ohne Schneider
Gern wäre ich aber lieber „Zwei“
Doch vereine ich nicht, leider

Ich bin mächtig klein
Könnte kleiner nicht sein
Doch mein Schatten ist riesig
Im flimmernden Kerzenschein



HC_Behrens
November 17, 2008
[20:55 hrs]

Sunday, May 1, 2016

Willkommen im Club


Willkommen im Club

Willkommen im Club
Der kleinen Kinder in Zivil
Willkommen und so Lebewohl
Beim Schluss machen ohne Stil

Willkommen im grossen Club
Der Masse von ja so vielen, die 
Weil es insgeheim schwer war
Davon sich lieber stiehlen

Herzlich Willkommen in diesem Club 
Der liebenden mit lieber Kondition
Des Wohlwollens in Spe, sodenn
Mit Aussicht auf einen Lohn

Willkommen im Club des so all gewöhnlichen
Wieder und wider erlebten, alles schon gewesen
Des ungeduldigen und fallenden üblen Obstes
Statt guter Ernte und wirklich erlesen

Fröne genüsslich diesen Club 
Der doch sinnlos eben degradierten
Der unbrauchbaren schwachen Skizzen
Oder besser doch völlig ausradierten

Mische dich so erhaben unter
Die manipulierten weichen Feigen
Die “Leichtenweggeher”, jene Looser
Willkommen im einfachen Reigen

Sehe dich selig um unter den
Massenhaft namhaften Blinden,
Die den Baum vor lauter Bäumen
Weder suchen noch eben finden

Willkommen in diesem gottverdammten Club
Der traurigen harten, verbitterten und arg Stolzen
Die vor dem Herzen nicht nur einen Riegel haben
Sondern einen mächtigen riesenhaften Bolzen

Hier treffen sich auch das Karma
Die Kreisgeher, Irren und die Ironie
In vergangener, lausiger und eher alter
Nicht in besonders neuer Philosophie

Herzlichst Willkommen als Besiegter des
Eigenen Egos, in seinem Club der Diebe
Willkommen im Club der Trennung
Als Verlierer der wahren Liebe


HC_B - 11/09/09
[5:15 PM]